4.000 € aus eigener Tasche – nur damit Berlin uns endlich zuhört! Hinter den 40.000 Stimmen steckt eine wütende Bewegung, die sich nicht länger übergehen lassen will. Warum mussten Bürger selbst zahlen, damit ihre Stimme zählt – und was versucht die Politik wirklich zu ignorieren?Politik
Moin Leute, also ich habe heute eine Geschichte für euch, die ähm ja, hat mir zumindest die Schuhe ausgezogen, aber hört mal zu. 13. Oktober, 13 Uhr, Unglückszahl. Christian Ofenhäusel und ich sitzen im Petitionsausschuss in Berlin im des Bundestages. Vor uns eine Menge Abgeordnete, hinter uns ihr mit 40.000 Stimmen.
Wir kämpfen dafür, dass kleine Speicher endliches Stromnetz unterstützen dürfen und ja dürfen. Also, es klingt absurd, aber es ist so. Und das Ganze war dazu da, damit kleine Speicher, z.B. Mietswohnung nicht nur rumstehen und auf den Stromausfall warten, sondern auch wirklich aktiv für die Leute Geld verdienen können, insbesondere Mietswohnungen, weil die können momentan an der Energiewende praktisch gar nicht partizipieren.
Und wir haben das Ganze über Monate wirklich minutuziös vorbereitet, wir haben kommuniziert, es waren viele schlaflose Nächte und das war alles in unserer Freizeit wirklich wahnsinnig viel Herzblut da reingeflossen und ganz ehrlich, damals sah es so aus, als wäre da alles schon verloren, weil wir echt gemerkt haben, die haben da keinen Bock drauf.
Ja, und dann mitten in der Sitzung, also wirklich als ich dort saß mit Christian halt vor den Abgeordneten passierte wirklich etwas Unerwartetes. Das konntet ihr gar nicht sehen. Das durfte ich bisher auch noch gar nicht erzählen. Und das absurde ist, dass dieser Moment mich später 4000 € kosten würde.
Aber in diesem Moment wurde mir auch klar, dass äh die Petition auf einmal eine echte Chance hat. Und bisher ist das alles hinter verschlossenen Türen geblieben. Ich habe das bisher noch niemandem erzählt, durfte ich nicht. Aber das hat verdammt viele Spuren hinterlassen und heute hört ihr die ganze Wahrheit hinter unserem Kampf, was da wirklich alles noch im Hintergrund passiert ist.
Und wenn du sehen willst, wie es weitergeht, Abo nicht vergessen, denn die Geschichte ist leider noch lange nicht vorbei. Kommen wir kurz zum heutigen Sponsor und das ist Incogni. Wie findet ihr es, wenn jeder sich eure Onlineshop Bestellhistorie inklusive Namen und Adresse anschauen kann? Ende 2025 sind genau diese Daten von fast 34 Millionen Kunden bei Coup quasi dem Amazon Südkoreas verloren gegangen.
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Also, wir wollten der Politik quasi unsere Augen schenken, denn jemand, der den ganzen Tag mit solchen Speichern arbeitet oder die benutzen will, hat einen ganz anderen Blick darauf als vielleicht jemand, der den ganzen Tag vor Paragraphen sitzt. Warum ich sie einfach nur bitte ist, lassen Sie uns helfen nicht irgendwann, nicht theoretisch, sondern heute hier und jetzt.
und meine Mitstreiter, ich und vor allem die tollen Menschen in meiner Community, ähm die sind bereit mit anzupacken und zu helfen. Dann vor uns saß damals Staatssekretär Ruhenhoff und er machte uns ziemlich schnell sehr sehr klar und sehr unmissverständlich und vermutlich damit auch Katharina Reiche hinter seinem Rücken.
Die haben nicht das geringste Interesse an unseren Forderungen. Nach monatelange vorbereitet schlafloser Nächte und vielen Gesprächen auch mit euch war das wirklich ein Schlag in die Magengrube. Und dass man uns nicht mal richtig zugehört hat, fand ich auch einfach eine bodenlose Unverschämtheit. Doch während Christian Ofenhäusler und ich damals mit Ruhenof diskutierten, knallt bei mir plötzlich eine Mail rein und ich sehe die wirklich da auf dem Handy mitten in der Sitzung und die hat es in sich und zwar diese Mail hier. Absender ist Nina
Scher ist die energiepolitische Sprecherin der SPD und zwar war es eine Einladung zum persönlichen Gespräch in ihrem Büro heute Abend, also nach der Sitzung. Ja, und eigentlich sind wir schon komplett durch vom Tag, aber natürlich wollen wir wissen, was will die von uns, was geht da ab? Also, ab ins Hotel, kurz duschen, durchatmen, Kinder, meine Frau in den Arm nehmen, schnell was essen und weiter geht’s.
Das war wirklich ein Marathon da. Ja, und dann um 17:30 Uhr treffen mit der Abgeordneten Nina Sher und jetzt wird’s plötzlich sehr ernst, denn sie sagte einen Satz, der uns komplett wach gemacht hat. Unsere Vorschläge könnten ins Gesetz kommen und Nina Scher erklärt uns dann, worum es geht. Und zwar das geht’s um das Energiewirtschaftsgesetz Kurz enwg und das sollte genau damals in diesem Zeitpunkt angepasst werden und zwar schon in zwei Wochen und da können wir vielleicht als Vorschlag, also als Idee erstmal mit reinkommen. Das heißt,
Bầu cử Đức: Bước ngoặt quan trọng của đầu tầu châu Âu?
wir hätten eine Chance, da mal gehört zu werden. Aber genau das war auch der Knackpunkt, denn zwei Wochen ist echt eine Ansage. Ja, und die Uhr tickte also quasi schon. Und dann kam noch die zweite Hürde. Wir brauchten Gesetzestexte. Das machte Nina Sher uns auch klar. Sie meinte, wir brauche von euch gesetztestexte juristisch wasserdicht und dann kann ich die einbringen.
Dann kann ich die zumindest mal vorschlagen vorlegen. Ja, und ohne Profianwalt ist das praktisch keine Chance. Dann fliegt die Petition sofort in den Schredder. Ja, und jetzt finde mal in der kurzen Zeit einen Experten für Energiewirtschaftsrecht, der vor allem auch Zeit hat und zwar jetzt sofort. Und das war der Moment, in dem aus politischer Hoffnung brutaler Druck wurde und ich dachte, das war’s, schaffen wir nicht.
Die Zeit ist zu kurz. Ganz ehrlich, als wir mit ihr gesprochen haben, habe ich das auch so laut ausgesprochen. Für mich war das keine Chance. Ja, aber wieo oft kommt dann doch anders als man denkt. Ja. Und dann passierte das, was unsere Truppe eigentlich ausmacht, denn jeder einzelne sagte wirklich noch im Raum mit Nina Sher, wir ziehen das durch gemeinsam.
Du bist nicht alleine, Andreas. Also wir wir werden dir helfen. Wir schaffen das. Ja, und das fand ich wirklich krass. Also, keine Ahnung. Ich war äh also für mich war das wirklich so absolut absurd, dass ich mir gedacht habe, keine Chance. Und die, also das war wirklich irgendwie ein krasser Moment für mich auch.
Also, die haben mich richtig richtig daadurchgezogen. Cool. Also war ganz tolle Truppe, wirklich. Ja, die nächsten Tage waren verdammt hart, denn wir haben uns alle mega reingehangen, da irgendwie jemanden zu finden und Christian Ofenhäusler hat’s dann auch wirklich geschafft in Rekordzeit den Anwalt Peter Nümerann zu organisieren und das war super geil, denn er hatte nicht nur Ahnung, der war nicht nur der richtige Mann, sondern der hatte auch noch richtig Bock und das war echt gold wert.
Und die nächsten zwei Wochen wurden dann wirklich hart. Tagsüber hatten wir unsere normalen Jobs quasi und abends war dann Zoom Meeting. Also, wir sitzen da quasi, so müsst ihr euch das vorstellen, waren alle tod müde, Feierabend im Rücken, die Familie im Nebenzimmer, also so läuft das. So machen wir das, ne? Das ist nicht hab keine großen Sitzungsräume, sondern wir machen das alle so nebenbei.
Das ist schon ziemlich hart. Ja, und dann sitzen wir mit Peter Nymann halt vor dem Bildschirm und feilen gemeinsam jeden Abend an Paragraphen, bis aus unseren Forderungen Sätze werden, die dann rechtlich halten. Und ganz ehrlich, die sind ja auch schon gefühlt aus den Ohren gequollen. Also, es war echt eine ruppige Zeit.
Ja, und natürlich kostet sowas Geld und am Ende standen knapp 4000 € auf der Rechnung und wir haben es natürlich gefragt, wo sollen wir das Geld herbekommen? Also, wir wussten schon ungefähr, wo der Betrag hingeht, aber das ging alles so schnell, dass wir das kaum auch überblicken konnten. Wir haben dann überlegt, ob wir Verbände um Hilfe fragen können, ob die Community uns irgendwie helfen kann mit Crowdfunding oder sowas, aber dafür war einfach gar keine Zeit mehr.
Also, wir hatten mussten es musste einfach alles sofort erledigt werden, ne, und wir hatten noch keine Nerven mehr, ehrlich gesagt, sowas noch auf die Beine zu stellen und der Druck war einfach zu heftig in dem Moment. Und dann habe ich dann eine Entscheidung getroffen und gesagt, okay, ich gehe mit dem Kanal in Vorkasse.
Nicht, weil wir im Geld schwimmen, das tun wir leider nicht. Im Gegenteil, das tut uns richtig weh. 4000 € reißen richtig fettes Loch in den Kanal, aber es musste schnell gehen. Wir hatten keine Zeit für Crowdfunding Aktion oder ähnliches, deswegen haben wir es dann einfach gemacht. Ich habe es dann bezahlt und fertig.
Ganz ehrlich, das ihr müsst euch mal meine Position vorstellen, wie das damals halt war. Ich habe Nina Scherz zum ersten Mal in meinem Leben gesehen und ähm das war ja eine Wette quasi und eine ziemlich krasse Wette, denn wir haben eben mal 4000 € auf eine Chance gesetzt, von der wir nicht mal wissen, ob sie gut geht und dass die Chancen eigentlich nicht gut stehen, weil das ganze so sauknapp war, dass das Ganze überhaupt eine Chance hat überhaupt ins Gesetz zu kommen.
Da war Nina Scher eigentlich total fair und hat von Anfang an gesagt, also wahrscheinlich klappt es nicht, aber das war auch gar nicht unser Hauptziel der Aktion, sondern wir wollten einen Fuß in die Tür bekommen, im Gespräch sein und zwar dort, wo das wirklich entschieden wird in diesen ganzen Gremien halt wirklich in der Politik, wo die Sachen gemacht werden.Politik
Das war unser Ziel. Ja, also übergaben wir unsere Texte, die dann fertig waren an Nina Scher und was darauf folgt, war eigentlich das Schlimmste für uns. Warten. Ich sag’s mal auf gut Deutsch, denn mir ging der Arsch wirklich auf Grundeis. kommen wir überhaupt in die Verhandlung? Meldet die sich überhaupt noch mal? War das alles umsonst? Und ähm ich glaube, in der Zeit habe ich bestimmt echt fünf mal gesagt, ich mache das nie wieder.
Ich habe da keinen Bock mehr drauf. Das klappt eh nicht. Das war innerlich ey voll die Achterbahn. Es war also so läuft das real ab. Ich glaube, man stellt sich das oft so linear vor, aber so ist das nicht. Wir sind ja auch Menschen und das ist echt scheiße. Und dann kam dieser Moment, der entscheidet, ob dann alles umsonst war oder nicht und der passt in eine einzige E-Mail.
Und Nina Scher schrieb uns dann ein paar Wochen später, dass die Verhandlung abgeschlossen sind und dass unsere Forderung in der Kürze nicht mehr ins Gesetz gekommen sind. Ähm ja und da natürlich erstmal war scheiße, ne? Haben es dann gefragt, war das jetzt nicht irgendwie ein herber Rückschlag? Nein, war es nicht.
Ganz ehrlich, das war ähm auch überhaupt nicht so erwarten in der kurzen Zeit. Ja, müsst euch vorstellen, die Abgeordneten und die Fachgremien müssen ja innerhalb von ein paar Tagen unsere Vorschläge bearbeiten und auch die bewerten halt. Und das ist gar nicht so einfach, weil die sind halt verstrickt mit sehr vielen anderen Gesetzen.
Da gibt’s so Querverbindung und das ist sehr kompliziert. So und jetzt kommt das Wichtige. Der Nina Scher schrieb auch in der E-Mail: “Uns Vorschläge sind nicht weg. Die beschäftigen jetzt sie weiter und können auch wieder rausgeholt werden, quasi bei der nächsten Runde.” Und das war unser Hauptziel. Wir sind jetzt nicht direkt ins Gesetz gekommen, das war auch unrealistisch, aber wir sind jetzt wirklich real im Gespräch und zwar dort, wo wirklich was passiert, wir sind quasi drin.
