Das allererste Konzentrationslager für Frauen im nationalsozialistischen Deutschland wurde im Herbst 1933 in der Stadt Moringen (im Süden Niedersachsens) eingerichtet.
Ab Dezember 1937 begann die Verlegung weiblicher Häftlinge von dort in einen neuen Frauenbereich des Konzentrationslagers in der Burg Lichtenburg, im März 1938 wurde das Lager Moringen aufgelöst. Im Mai 1939 wurde das KL Lichtenberg zum zentralen Konzentrationslager für Frauen.
Danach wurden die weiblichen Häftlinge in das neue Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verlegt. Bis 1942 war Ravensbrück das einzige Konzentrationslager für Frauen. Vor Ausbruch des Krieges waren dort die meisten deutschen weiblichen Häftlinge inhaftiert: Zeugen Jehovas, politische Gefangene, sogenannte sozial Unangepasste wie Prostituierte oder Kriminelle.
Ab September 1939 wurden auch Häftlinge aus anderen Ländern, die unter deutscher Besatzung standen, nach Ravensbrück deportiert, darunter polnische Frauen, die verdächtigt wurden, Mitglieder der Widerstandsbewegung zu sein.
