„Bitte hört auf“ – 5 brutale intime Übergriffe deutscher Soldaten auf sowjetische Gefangene

Mein Name ist Ekaterina Michailowna Sokolowa. Ich bin 82 Jahre alt und schreibe diese Zeilen im Jahr 1999 in einer kleinen Wohnung am Rande von Moskau, wohlwissend, dass mir nur noch wenig Zeit bleibt. Die Ärzte sprechen von Monaten, vielleicht Wochen. Ich habe 55 Jahre lang geschwiegen. 55 lange Jahre lang trug ich in mir, was ich sah, was ich erlebte, was ich an jenen Orten fühlte, an denen die menschliche Würde so leichtfertig wie Herbstlaub unter Stiefeln zertreten wurde. Ich schwieg, weil ich Angst hatte. Ich hatte Angst, dass man mir nicht glauben würde. Ich hatte Angst, dass man mich als Verräterin betrachten würde, weil ich gefangen genommen wurde. Ich hatte Angst, das noch einmal zu durchleben, was mich einst fast völlig zerbrochen hätte.

Doch jetzt, da der Tod vor meiner Tür steht, die Nächte länger werden und mein Atem schwerer, wusste ich, dass ich es erzählen musste. Nicht für mich selbst, sondern für diejenigen, die nicht überlebt haben, für die Tausenden von Frauen, deren Namen niemand jemals erfahren wird, deren Stimmen für immer in jenen kalten Kellern, in jenen dunklen Baracken bleiben werden, in der Erde, die ihre Körper aufnahm, aber niemals ihre Schreie hörte.

Ich wurde 1917 in einer kleinen Stadt in der Nähe von Smolensk geboren. Mein Vater war Mathematiklehrer. Mama arbeitete in der Bibliothek. Wir lebten bescheiden, aber glücklich. Ich hatte zwei jüngere Brüder, Alexey und Dmitry. Ich erinnere mich an unser Holzhaus mit den geschnitzten Türrahmen, die mein Vater im Sommer 1939 hellblau gestrichen hatte. Ich erinnere mich an den Geruch der Kohlkuchen meiner Mutter, die sie jeden Sonntag buk. Ich erinnere mich, wie meine Brüder und ich barfuß die warme, staubige Straße zum Fluss entlangliefen, wo wir bis zum Abend schwammen. Ich schloss ein pädagogisches College ab und arbeitete mit 23 Jahren bereits als Grundschullehrerin in einer Dorfschule in der Nähe meines Zuhauses. Ich liebte Kinder, ich liebte ihr Lachen, ihre Neugier, ihre Fähigkeit, sich an einfachen Dingen zu erfreuen.

Ich glaubte, dass mein Leben lang und friedlich sein würde, dass ich heiraten, eigene Kinder haben und in demselben Haus alt werden würde, in dem ich aufgewachsen war. Aber der Krieg änderte alles. 22. Juni 1941. Ich werde diesen Morgen nie vergessen. Er war so gewöhnlich, so friedlich. Die Sonne schien hell, die Vögel sangen im Garten. Ich wollte gerade zum Markt gehen, um Milch zu holen. Und dann hörten wir Molotows Stimme im Radio. Seine Worte fielen wie ein Stein. Krieg. Deutschland hat die Sowjetunion angegriffen. Zuerst konnte ich es nicht glauben. Es schien wie eine Art Fehler, dass alles bald zu Ende sein würde. Aber nach ein paar Tagen hörten wir die ersten Explosionen. Fern, dumpf, aber nah genug, um zu begreifen, dass der Feind auf uns zukommt.

Das Leben geht weiter, die Welt dreht sich weiter, und ich werde bald weg sein. Aber diese Worte werden bleiben, und vielleicht wird sie eines Tages jemand lesen und sich erinnern. Wird sich erinnern, dass wir existiert haben, dass wir gelitten haben, dass wir geliebt, gehofft, gekämpft haben. Dass wir Menschen waren. Mein Name ist Ekaterina Michailowna Sokolowa. Ich bin 82 Jahre alt, und dies ist meine Geschichte.

Ekaterina Michailowna Sokolowa starb am 14. März 2000 in Moskau im Alter von 82 Jahren. Ihre Aufzeichnungen wurden von ihrer Enkelin einige Wochen nach ihrem Tod gefunden, versteckt in einem alten Koffer unter ihrem Bett. Mehr als 500.000 sowjetische Frauen wurden während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Arbeitslager deportiert. Die meisten kehrten nie nach Hause zurück. Von denen, die überlebten, schwiegen viele ihr ganzes Leben lang. Dies waren ihre Worte, ihre Stimme, ihre Wahrheit. Jetzt erinnern wir uns. Wenn Sie bis zum Ende zugehört haben, schreiben Sie bitte in die Kommentare, aus welcher Stadt oder welchem Land Sie zuhören und wie spät es in Ihrer Gegend ist. Abonnieren Sie den Kanal, damit Sie keine weiteren Zeugnisse verpassen, die nicht vergessen werden dürfen.

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