Lina kam herein, ohne ein Wort zu sagen. Eric und Mrs. Barbara sind mit Gläsern in der Hand gefroren. Die Frau hat fast den Champagner herausgelassen und auf das Gesicht geschaut, das sie längst aus ihrer Welt gestrichen haben.
– Du?! Wie ist das möglich?! Erik stotterte und trat einen Schritt zurück.
“Manchmal funktioniert Gerechtigkeit wirklich”, antwortete Lina ruhig und blickte ihm direkt in die Augen.
Es gab keinen Hass mehr darin. Es war etwas viel kälter-Verachtung. Auf dem Tisch, neben Kuchenresten und einer Flasche Sekt, lag eine staubige Mappe. Lina erkannte sie sofort – eine Kopie der gefälschten Aussage, die sie hinter Gitter brachte.
– Haben Sie Trophäen? sie fragte, ob sie die Papiere mit den Fingerspitzen berührte.
Barbara ging einen Schritt weiter, ihre Stimme zitterte:
– Du hast bereut. Du hast deine abgesessen. Und jetzt geh.
Lina lächelte kalt.
— Nicht. Diesmal werde ich nicht gehen.
Aus ihrer Manteltasche holte sie einen USB-Stick. Sie hob es als triumphaler Beweis in die Luft.
– Hier ist die Aufzeichnung eines anonymen Telefons, das mich ins Gefängnis geschickt hat. Und im Hintergrund … die Stimme ist gut zu hören. Ihr, Mrs. Barbara. Ziemlich typisch.
Erics Gesicht ist blass geworden. Barbara versuchte etwas zu sagen, aber die Worte steckten in ihrem Hals fest. Lina fuhr fort, unbeeindruckt:
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ich war heute Morgen im Team. Diesmal werde ich nicht auf der Anklagebank sitzen.
Sie drehte sich um und ging zum Schlafzimmer, dem, das sie einmal war.
– Jetzt sind Sie dran zu zahlen.
Und zum ersten Mal seit sieben Jahren fühlte sie sich wirklich lebendig.
