Mila saß bei der Arbeit, als ihr plötzlich klar wurde, dass sie nicht nach Hause gehen wollte, weil dort nichts Gutes auf sie wartete

Vor sechs Monaten verließ Mila ihr Zuhause. Weder ihr Mann, noch ihre Kinder, noch ihre Eltern verstanden ihre Entscheidung. Alle dachten, sie hätte eine vorbildliche Familie, und verurteilten ihr Handeln. Eines Tages war es soweit. Mila saß eines Tages bei der Arbeit, und der Tag neigte sich dem Ende zu. Sie saß da und merkte, dass sie nicht nach Hause gehen wollte. Dort erwartete sie nichts Gutes, nur Alltag und Konsum.

Ihre Kinder sind erwachsen, ihr Sohn ist achtzehn und ihre Tochter fünfundzwanzig. Die Tochter ist bereits verheiratet und lebt getrennt. Ihr Mann sieht in ihr ein kostenloses Dienstmädchen, dessen Hauptaufgabe es ist, das Haus sauber und gemütlich zu halten.

Zwischen den beiden gibt es schon seit langem keine Gefühle mehr. Der Sohn kommt nur zu ihr, wenn er hungrig ist, saubere Hemden braucht oder knapp bei Kasse ist. Mila saß in ihrem Büro und dachte düster über ihr Leben nach. Plötzlich betrat Pavlo, der in der benachbarten Abteilung arbeitet, das Büro. Er fragte, warum sie hier sitze, wo doch der Arbeitstag vorbei sei. Mila wusste nicht, was über sie gekommen war, aber sie beschloss plötzlich, ihre Gedanken mit den beiden zu teilen. Pavel lachte und bot ihr an, bei ihr zu bleiben. Er mochte sie schon seit langem, aber er erwartete nichts, da er wusste, dass sie verheiratet war.

Auch Mila war zunächst verlegen, stimmte aber zu. Man könnte sagen, dass die Moralvorstellungen gesunken sind. Aber sie schliefen in verschiedenen Zimmern. Und am Morgen machte Pavlo das Frühstück. Das war für Mila überraschend, aber sehr angenehm. Er kümmerte sich um sie, also blieb Mila bei ihm. Ihre Kinder, ihr Mann und ihre Eltern brachen daraufhin alle Verbindungen zu ihr ab. Aber sie war zum ersten Mal in ihren Vierzigern wirklich glücklich.

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