Vika wartete auf die Rückkehr ihres Mannes von einer langen Geschäftsreise. Es läutete, sie öffnete die Tür und traute ihren Augen nicht

Der Anruf von Viktor kam für Vika überraschend…

Sie waren nicht offiziell geschieden, lebten aber seit 10 Jahren in verschiedenen Städten. Viktor schickte zweimal im Jahr Geld, kam in den Urlaub und fuhr wieder zurück. Vika war bereits in Rente, aber Viktor arbeitete weiter. Er sagte, er könne seine gut bezahlte Arbeit nicht aufgeben und würde sie bis zu seiner Pensionierung ausüben. Vika schien sich an diese Regelung gewöhnt zu haben, obwohl sie sich oft einsam fühlte. Ihre Tochter hatte längst geheiratet und lebte getrennt. Sie hatte ihrer Großmutter zwei Enkelkinder geschenkt – das war alles, wovon sie leben konnte. Und nun kam Viktor zurück.

Die Frau kochte in der Küche und wartete auf die Ankunft ihres Mannes. Als es an der Tür klingelte, öffnete Viktoria und blieb wie erstarrt stehen. Ein Junge von etwa 5 Jahren stand neben ihrem Mann. -„Wer ist das, Viktor?“ – „Das ist mein Sohn…“ Viktora hätte fast ihr Zuhause verloren. -„Vika, was ist los mit dir?“ – „Geh weg! Wie konntest du das tun! Was für eine Schande auf meine alten Tage. In diesem Moment erinnerte sich Viktoria daran, dass sie zum Laden laufen wollte, warf ihren Mantel über und rannte hinaus. Sie lief, wobei sie sich ständig an etwas festhielt. Sie erinnerte sich… Viktor ging weg, weil er seine Arbeit in seiner Heimatstadt verloren hatte. Er hatte immer gesagt, dass er etwas Geld verdienen und zurückkommen würde.

„Aber wenn ich damals zu ihm gehalten hätte, ihm gesagt hätte, dass ich mir selbst einen Job suchen würde, wäre er vielleicht nicht gegangen.“ Also kehrte sie nach Hause zurück. Als sie hereinkam, saß ihr Mann in der Küche und hatte seine Jacke an. Der Junge schlief in der Diele. „Wo ist seine Mutter?“ – “Sie ist vor kurzem bei einem Unfall gestorben. Viktoria, ich verstehe, dass du damals nicht hättest gehen sollen. Du hättest hier eine Teilzeitbeschäftigung finden können. Aber Viktoria wartete nicht, bis er zu Ende gesprochen hatte. Sie nahm den Jungen in die Arme und trug ihn ins Schlafzimmer. -Schlaf, schlaf, Kleines…“ Viktor kam zu ihnen und umarmte sie. Der Junge öffnete die Augen, sah Viktoria an und fragte: -Willst du meine Mutter sein?

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