Oleg und ich haben aus Liebe geheiratet. Während unserer Beziehung kümmerte er sich so gut um mich, dass ich keinen Zweifel daran hatte, dass ich mit einem solchen Mann die glücklichste Ehefrau sein würde…
Ich hatte den Eindruck, dass nichts unsere Liebe zerstören könnte. Nach der Hochzeit begannen wir, getrennt in einer Mietwohnung zu leben. Meine Eltern und Olegs Mutter blieben im Dorf. Alles war großartig. In unserer Familie herrschte völlige Harmonie. Wir bekamen einen Sohn, Mykhailo. Wir hätten wahrscheinlich friedlich und glücklich weitergelebt, wenn seine Mutter nicht erkrankt wäre.
Danach bestand Oleg darauf, sie zu uns zu holen. – „An, sie ist bettlägerig geworden, ihre Nachbarin pflegt sie, wir müssen sie zu uns bringen. Sie ist schließlich meine eigene Mutter. Ich wollte gar nicht, dass Polina Ihorivna bei uns wohnt. Ich habe ein kleines Kind, ich kann mich nicht um eine bettlägerige Patientin kümmern! Ich habe keine Kraft, keine Nerven, keine Lust. Und überhaupt, kranke Menschen riechen schlecht. Warum muss ich das aushalten? Da habe ich sofort gesagt: „Du hast doch eine ältere Schwester, lass sie doch kommen und deine Mutter pflegen.
Ist sie es nicht leid, in Frankreich herumzulaufen?“ -An, sie kann nicht, sie hat dort einen Job… -Wir können auch nicht, wir haben ein Kind und viel zu tun! Oleg schwieg eine Weile und sagte dann: -Gut, dann gehe ich eben selbst zu meiner Mutter! Dieser Zustand passt mir auch nicht. Ich weiß nicht, wie lange meine Schwiegermutter krank sein wird. Ich möchte nicht ohne meinen Mann leben. -Wenn du gehst, solltest du wissen, dass du nicht zurückkommen musst. Er hat seine Sachen gepackt und ist trotzdem gegangen. Gut, dass wir ihn los sind! Er hat seine Wahl getroffen und mich und meinen Sohn verlassen.
