– Hallo, Irina. Stell dir vor, wir haben es geschafft, Karten zu kaufen, und zwar die letzten…
Wir werden also am 31. mittags bei dir sein.“ – Unser Traum, Silvester gemeinsam in der Hauptstadt zu verbringen, wird wahr. – Weißt du noch, als wir Kinder waren, haben wir davon geträumt und geplant, wie es sein würde. Olja, meine Cousine war außer sich vor Freude und versuchte gar nicht erst zu verstehen, was ich ihr erzählte. – Olja, Kindheitsträume sind toll, aber solche Pläne sollten vorher abgesprochen werden. Vor allem am Silvesterabend.
– Wir werden dich nicht sehen können, weil wir zu Besuch sind. Wir werden das neue Jahr also nicht zu Hause feiern. Wir haben schon Pläne für den ersten Januar.“ “Es ist okay, wenn du wegfährst, um das neue Jahr zu feiern, wir kommen mit. Olja, das ist kein Dorf, in dem man einfach so auftauchen kann, um zu feiern.
Wir werden in einem Restaurant feiern, und wir haben schon reserviert. – Dann geh nicht hin. Wer ist wichtiger, die Familie oder Freunde und Bekannte? – Olja, wir werden nicht ablehnen. Was fängst du an? Meine Familie ist mir wichtig, ebenso wie meine Freunde. – Und wir treffen uns mit den Verwandten meines Mannes. Wir haben bereits alle Vorbereitungen getroffen und alles gebucht.
Wir können euch ein anderes Mal treffen. – Warum müssen wir die Tickets jetzt zurückgeben? – Warum? Ihr könnt kommen, wie ihr wollt, aber in einem Hotel oder einer Jugendherberge übernachten, es gibt jetzt viele Möglichkeiten, günstig zu übernachten und durch die Stadt zu laufen. – Das können wir nicht, so viel Geld haben wir nicht. Wir haben das Geld für die Eintrittskarten gerade so zusammengekratzt.
– Wir dachten, wir bleiben bei euch und geben es nur für die Eintrittskarten aus. – Vielleicht kommen wir zu euch, und wenn ihr etwas Freizeit habt, gehen wir zusammen aus. – Nein, wie stellst du dir das vor? Wir gehen in ein Restaurant und du bleibst zu Hause? Nein. – So bist du nun mal. Du brauchst deine Familie nicht. Du bist zu stolz geworden. Und Olja ließ die Herausforderung fallen. Nach diesem Gespräch fühlte ich mich unwohl. Ich begann daran zu zweifeln, ob ich sie wirklich hätte akzeptieren, sie feiern und alleine losziehen lassen sollen.
