– Natasha, du kannst mit diesem Haus machen, was du willst. Du kannst es verkaufen oder du kannst dort leben.
Damit will ich nichts zu tun haben“, sagte ihr Bruder am Telefon. Andrej hat eine Villa, aber wir haben keine. Dann fahren wir eben im Sommer dorthin“, sagte ihr Mann zu ihr. – Grischa, du kennst Andrejs Frau nicht. Das Haus von Mama ist alt. Sie wollen es nicht in diesem Zustand. Und wenn du und ich dort alles renovieren, wird Galina sofort kommen und ihren Anteil einfordern“, seufzte Natalia. Der Tod ihrer Mutter war schon sechs Monate her. Also kamen Natalia und Grigorij ins Dorf. Beim Aufräumen fand Natalia eine Schachtel. Und darin fand sie einen Brief von ihrer Mutter.
„Natalia und Andriy. Wenn ich weg bin, streitet euch nicht. Natalia, ich hinterlasse dir meine Ohrringe und meinen Ring, und Andriy den Ring deines Vaters. Es gibt Bankkonten auf eure Namen. Jeder von euch hat 100.000 Griwna auf ihnen. Ich habe eine Bitte an euch: Verkauft das Haus nicht. Gebt es jemandem, der es braucht. Maria hat sich in den letzten sechs Monaten um mich gekümmert. Ihr Haus ist sehr alt. Geben Sie ihr das Haus. Sie ist einsam. Maria hat mir geholfen, und ich will ihr helfen…“ Andriy freute sich über den Brief seiner Mutter: “Sie hat sich das gut überlegt.
Ich selbst wollte mein Elternhaus nicht aufgeben. Ich unterstütze dich und bin bereit, alle Papiere zu unterschreiben“, sagte sein Bruder gegen die Einwände seiner Frau. Maria weigerte sich, auszuziehen. „Tante Maria, lass uns dich in unsere Stadt bringen. Was kannst du hier allein tun? Und so taten sie es. Maria zog zu Natalia. Sie vermachte ihr Haus an sie und an Gregor. Marias Tante starb ein Jahr später. Grigori und Natalia rissen ihr altes Haus ab und bauten an seiner Stelle ein neues, kleines, aber gemütliches Haus, in dem sie den Sommer verbrachten. Auf Wunsch ihrer Mutter überließen sie das Haus ihrer Eltern der jungen Familie.
